Pfarre Volders - Seelsorgeraum Fritzens-Volders-Wattens
Menü überspringen

H.H. Mag. Alois Juen

Leiter des Seelsorgeraumes und Pfarrprovisor von Volders

  • Verkündigung (Evangelium, Predigt, Medien, Ökumene)
  • Liturgie (Gottesdienste, Sakramente, Hirten-Funktion)
  • Diakonie (Seelsorgegespräche, Kranken-, Sterbebegleitung)
  • Leiten (Pfarrgemeinde-, Kirchenrat, regionale Verbindungen)
  • Verwalten (Pfarrbücher, Kirche, Finanzen)
     

Sprechstunde: nach Vereinbarung

Kirchgasse 1
A-6111 Volders
Handy: 0676/87307357
e-mail:  

 

„eini g’schaug“ Nr.2 Fastenzeit – Ostern 2020

„Hoffe auf den Herrn und sei stark, hab festen Mut und hoffe auf den Herrn.“(Ps27,14) Wir haben bei dieser Ausgabe des Pfarrblattes das Thema Hoffnung gewählt. Von Anfang an liegt Hoffnung in uns wie ein Samenkorn. Diese Lebenskraft und dieser Lebenswille begleiten den Menschen vom ersten bis zum letzten Augenblick. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die werdende Mutter ist in guter Hoffnung. Man hofft auf ein Kind, das gesund und stark wird. Verletzt sich ein Kind läuft es zur Mutter oder zum Vater und hofft, dass alles wieder gut wird. Man hofft in vielerlei Hinsicht: dass die Schule positiv abgeschlossen wird, der Beruf und das Berufsklima passt, einem guten Freund zu begegnen, die Partnerschaft oder Ehe erfüllend und von Dauer ist, die Familie einem trägt. Der Kranke hofft auf Genesung, andere sehnen sich nach Frieden und Zufriedenheit oder nach Versöhnung und Verständnis, nach einer Wohnung, dass sie mit dem Einkommen auskommen oder sich aus einer Spirale der Not oder Gewalt befreien können und Hilfe erfahren. Der Bauer hofft bei der Aussaat auf eine gute Ernte, unser Tun und Schaffen soll nach Möglichkeit Früchte bringen, beim Gewitter wünscht man sich, dass es nicht zu heftig wird und vorbeizieht. Im Alter wird rückblickend gehofft auf ein wertvolles Leben, vorausblickend wünscht man sich einen guten Übergang und ein Sterben ohne Qualen, und bei Gott ein Wiedersehen mit allen Menschen, die einem lieb und teuer waren oder sind. Ganz massiv ist bei vielen die Hoffnung auf einen lebenswerten und heilen Planeten Erde. Ja die ganze Schöpfung und damit auch wir Menschen als Teil davon sind „wie in Geburtswehen“ und hoffen auf Vollendung durch Gott (Röm8,22). Bei den vielen kleineren und mittelfristigen Zielen gilt es sich auch diese auf Ewigkeit bezogene Hoffnung zu vergegenwärtigen.

Weil sie so wesentlich für uns sind, werden sie göttliche Tugenden genannt: Glaube, Hoffnung und Liebe. Alle drei sind sie miteinander eng verbunden, sie bedingen und ergänzen einander. Es sind ganz lebensbejahende und lebensnotwendige Tugenden. Ein bekanntes Symbol für die Hoffnung ist der Anker, weil wir in der Hoffnung einen „sicheren und festen Anker der Seele“ haben(Hebr 6,19). Verankert ist diese Hoffnung für uns vor allem in Gott, bzw. in Christus oder der Gnade, der liebenden Zuwendung durch Gott: „Auf ihm ruht unsere Hoffnung, dass er uns auch in Zukunft retten wird“(2Kor1,10), „Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“(Jer29,11),“Lasst euch nicht von der Hoffnung abbringen, die euch das Evangelium schenkt“(Kol1,23),… das sind nur einige von den vielen ermutigenden und trostvollen Worte in der Bibel zu diesem Thema. Zusammenfassend habe ich einen Wunsch an euch alle: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes“(Röm15,13). In der Hoffnung, dass dieses Pfarrblatt bei euch wieder eine wohlwollende und gute Aufnahme findet grüßt euch von Herzen Euer Pfarrer Alois Juen

 

„eini g’schaug“ Nr.1 Weihnachtszeit 2019/20

„Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden“ (Mt5,9). Frieden ist mehr als kein Krieg. Frieden liegt im Wohlbefinden mit der Natur, mit sich selber, den Mitmenschen und mit Gott zu leben. Wer Krieg, Verzweiflung oder Entbehrung durchleben muss, der hat nur einen Wunsch: Frieden. Und er sieht den Frieden als großen Schatz an. Frieden sollte nie für selbstverständlich genommen wer- den, denn Gleichgültigkeit schwächt ihn, und es können dann leicht Keime von Streit, Gegeneinander und Gewalt wieder aufkommen. Deshalb ist das bewusste tägliche Bemühen um Frieden ganz wichtig, der Respekt, die Achtsamkeit und die Wertschätzung. Auch die soziale Gerechtigkeit, bei der alle einen Zugang zu den wesentlichen existentiellen Lebensgrundlagen haben ist dabei eine unverzichtbare Voraussetzung.

Nicht zu vergessen sind die vielen “Kriege“ auf geistiger Ebene, wo Menschen sich gegenseitig terrorisieren, verletzen und gar seelisch „töten“. Das bringt viel unnötiges Leid und Unglück über unseren Planeten. Dabei geschieht dies nicht selten anonym, ohne sich zu outen. Vor allem hier sollte der Einsatz gegen die Zerstörung und Verschmutzung unserer Erde beginnen. Ganz notwendend wäre hier zunächst der Friede im eigenen Herzen, weil unser wahres Inneres oft ausstrahlt, so oder so. Der Glaube, eingebettet in die Liebe, ist die beste Hilfe zum Frieden. Die lebendige gesunde Verbundenheit mit Gott ermöglicht eine ehrliche und liebevolle Verbundenheit mit den Mitmenschen. Im Tiefsten kann uns letztlich Gott Frieden geben und um diesen können wir nie genug beten. Wie Jesus gesagt hat: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“(Joh14,27). Er verheißt uns einen Frieden, den uns die Welt nicht geben kann. Denn der Friede in dieser Welt wird immer zerbrechlich bleiben so wie die Liebe. Er aber sagt, er habe die Welt besiegt, jene Welt, die sich von Gott abkapselt und sich selbst zerstört. Das heißt, in ihm und in der Gemeinschaft mit ihm beginnt der end- gültige und bleibende Friede. Er gibt uns den Ausblick auf das vollendete Reich Gottes, wenn er wiederkommt. Überall dort, wo hier und heute Friede möglich ist und wir uns für diesen einsetzen und so Werkzeug des Friedens sind, da können die Menschen ein Stück von diesem ewigen Frieden spüren und aufleuchten lassen. In der Liturgie heißt es: “Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch“. Das erbitte ich mit euch und für euch von ganzem Herzen.  Euer Pfarrer Alois Juen

made by mediawerk
Sie sind hier: Über uns / MitarbeiterInnen / H.H. Mag. Alois Juen
Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Surf-Erlebnis bieten zu können. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. OK