Aus der Neujahrspredigt von P. Antony
Maria beginnt das neue Jahr nicht mit einem Plan, nicht mit einer Liste guter Vorsätze. Sie beginnt es mit einem Kind auf dem Arm. Ein Kind, das schreit, das sie weckt, das sie braucht. Kein ideales Leben, keine perfekte Ordnung – sondern Verantwortung, Unsicherheit und Vertrauen.
Das Evangelium erzählt: Maria bewahrte das all in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Das ist kein romantisches Bild. Das Herz ist ein Ort, an dem Freude und Angst nebeneinander wohnen. Maria versteht nicht alles. Sie weiß nicht, wie sich alles fügen wird. Aber sie hält aus, sie trägt, sie bleibt offen.
Viele von uns gehen in dieses neue Jahr mit Fragen … Maria hat für uns keine fertigen Lösungen. Aber sie zeigt uns etwas anderes: Man muss nicht alles im Griff haben, um vor Gott bestehen zu können. Es genügt, das Leben anzunehmen – Schritt für Schritt, Tag für Tag. Eine ältere Frau hat einmal gesagt: „Ich habe gelernt, jeden Morgen Gott nicht um ein leichteres Leben zu bitten, sondern um ein Herz, das tragen kann, was kommt.“
Genau das sehen wir bei Maria. Sie geht ihren Weg nicht, weil er leicht ist, sondern weil Gott mit ihr geht. Auch unser neues Jahr steht nicht unter dem Zeichen der Angst, sondern unter dem Segen Gottes.
Fürbitten am Beginn des neuen Jahres:
Wir bitten dich um dauerhaften Frieden in Europa, im vorderen Orient, in Afrika und in allen Krisengebieten der Welt.
Wir bitten dich um die Bereitschaft miteinander zu reden und aufeinander zu hören in der Politik, bei den Religionen und in persönlichen Beziehungen,
Wir bitten dich um die Erholung der Wirtschaft und um ein Wachstum, das auch den armen Völkern zugute kommt.
Wir bitten dich um Sorgfalt im Umgang mit der Schöpfung, um kreative Ideen, um die Kräfte der Natur nachhaltig zum Wohle aller nutzen können.
Wir bitten dich um Gesundheit. Bewahre uns vor Epidemien und stärke die Zusammenarbeit der Völker im Kampf gegen neue Bedrohungen.
Wir bitten dich um Hoffnung vor allem für die jungen Generationen. Gib ihnen Zuversicht und lass sie gestärkt aus Krisen hervorgehen.
Wir bitten dich um ewiges Leben für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde wie auch für alle, die ihr Leben für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden geopfert haben.
Den Neujahrsgottesdienst haben zwar nicht viele besucht, aber die Anwesenden sind mit „STARKEN TEXTEN“ belohnt worden. DANKE P. Antony!